18.3.08

eine neue sozialversicherung ?

Wenn ich das richtig sehe, dann plädieren ausgerechnet die Vertreter von Großbanken im Moment vehement indirekt für die Einführung einer Art Sozialversicherung für Banken und Versicherungsunternehmen ... Damit in Zukunft nicht bei jeder selbst- oder fremdverschuldeten Notlage die Steuerzahler einspringen müssen.

Nachtrag: Auch Statler findet, dass der Staat im Notfall bei Investmentbanken wie Bear Stearns helfen muss. Wenn er Recht hat, ist es nur noch ein kleiner Gedankenschritt bis zu irgend einer Form der kollektiven Pflichtvorsorge. Ist Bernanke der neue Bismarck?

Nachtrag 2: Der Spiegelfechter sieht ebenfalls nicht ein, warum die Verluste privater Kreditinstitute immer wieder verstaatlicht werden und schlägt einen Pflichtfonds der Banken vor:
"Da es nicht Aufgabe des Steuerzahlers sein kann, für das Versagen von einzelnen Bankmanagern geradezustehen, muss ein Notfonds geschaffen werden, der in einem solchen Falle einspringt (...) ein solcher Fonds sollte sogar vom Staat vorgeschrieben sein, um im Notfall Liquidität zur Verfügung zu stellen. Der Staat erlässt jedes Jahr hunderte, wenn nicht sogar tausende, verpflichtende Betriebspläne, wenn technische Vorgaben, die ein Unternehmen einzuhalten hat, im Interesse der Allgemeinheit stehen – warum gibt es solche Betriebspläne nicht für Banken, die täglich mit der Überlebensfähigkeit der ganzen Volkswirtschaft jonglieren?"

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