8.3.06

die wahre regierungserklärung

In einem Interview mit der Bild-Zeitung sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Ich verspreche nicht mehr, als ich halten kann. Das war in früheren Regierungen nicht immer so, und das hat dazu geführt daß Politikern weniger vertraut wird. Ich verspreche lieber weniger und das tritt dann auch ein. Realität und Erwartung müssen näher zusammenrücken".

In der offiziellen Regierungserklärung vom November 2005 versprach Merkel noch, den Arbeitsmarkt fit zu machen, die Schulen und Hochschulen wieder an die Spitze zu führen, die Verschuldung zu bändigen und das Gesundheits- und Rentensystem in Ordnung zu bringen. Seitdem hat sie offenbar intensiv in Arthur Schopenhauers Schriften geblättert und entdeckt, dass es immer zwei Wege zu Glück und Zufriedenheit gibt: entweder man strengt sich an oder man reduziert seine Erwartungen. Nach nur 100 Tagen an der Regierung hat sich die Bundeskanzlerin für den einfacheren Weg entschieden.

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