11.7.07

deutsche blogs jetzt auch im bundestag

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags erklärt seinen Abgeordneten die Bedeutung von Weblogs in der Politik. Fazit: 1) deutsche Blogs sind selbstbezüglich, unprofessionell und daher vernachlässigbar. 2) Interessant wird das Medium erst, wenn sich die Parteien seiner annehmen: "Erst die kommende Bundestagswahl wird zeigen, inwieweit sich Weblogs dauerhaft als Medium der politischen Kommunikation etablieren können". Was sollte man auch anderes erwarten, wenn ein selbstreferentielles System ein anderes selbstreferentielles System beschreibt.

Natürlich verrät die Studie auch, was ein Blog eigentlich ist:
"Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Meinungen und Informationen zu unterschiedlichen Themen."
Mal sehen, was Wikipedia dazu sagt:
"Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen."
Zum Glück gibt's im Bundestag Internet. Sonst wüssten die Abgeordneten heute noch nicht, was ein Weblog ist.

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1 Comments:

Anonymous Rayson said...

"Erst die kommende Bundestagswahl wird zeigen, inwieweit sich Weblogs dauerhaft als Medium der politischen Kommunikation etablieren können"

Mit Schaudern denke ich an die unterirdische Art der "Diskussion" in den Blogs vor der letzten BTW, wo es nur noch hieß "right or wrong - my party".

Dass Parteien und Politiker sich das wünschen, weil sie selbst auf diesem Niveau zu kommunizieren pflegen, liegt auf der Hand.

11/7/07 18:31  

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