24.3.06

höhepunkte

In einem Radiointerview hat die baden-württembergische SPD-Spitzenkandidatin Ute Vogt gestern gebeichtet, schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht zu haben. Wie in solchen Fällen üblich, ließ der öffentliche Aufschrei nicht lange auf sich warten. Was die Berichterstattung der Medien bisher jedoch vergisst ist dass sich Frau Vogt dabei durchaus in illustrer Gesellschaft befindet. Hat nicht ihr ehemaliger Parteichef und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder höchstpersönlich in der Wahlnacht des 18. September 2005 stundenlang und vor sämtlichen Fernsehkameras seinen dritten Wahlsieg in Folge vorgetäuscht? Keine Frage, Sein und Schein driften in der deutschen Sozialdemokratie immer weiter auseinander. Sowohl im Politischen wie auch im Privaten.

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2 Comments:

Blogger http://www.donnavivace.de said...

Prof. Frankfurt hat es für amerikanische (insbes. Bush) Pollertiker veröffentlicht, dass denen schon längst der Sinn für Wahrheit oder Lüge verschwommen ist. Die SozialanrachischePupserdegenartionDemokratiemaulwurfpartei sollte was anderes als eben den Frankfurter Bullshit verzapfen? Nicht wirklich. Das ist Realsatire Täöuschland, Parteien ohne Ausnahme mit eingebunden!

25/3/06 05:36  
Blogger la deutsche vita said...

Hat Harry G. Frankfurt in seinem 80-Seiten Büchlein (On Bullshit, Princeton University Press) tatsächlich über Ute Vogt und ihre Partei geschrieben? Wie auch immer, einer Politikerin im Radiointerview die Frage nach dem fingierten Orgasmus zu stellen ist genau das, was Frankfurt mit seinem Eröffnungssatz meinte: "One of the most salient features of our culture is that there is so much bullshit". Fragt sich nur, ob das dann noch als Kultur durchgeht.

29/3/06 14:02  

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