5.5.06

standortnachteil

Zu den größten Missverständnissen der jüngeren deutschen Geschichte gehört es, dass der Staat sich selbst als Standortfaktor versteht. Damit schürt er überzogene Erwartungen, denen er in der Regel nicht nachkommen kann. Ausgerechnet Franz Beckenbauer zeigt im Interview mit der FAZ nun in der für ihn typischen direkten und kompromisslosen Art die Grenzen des Standorts Deutschland auf:
"... soll sich doch niemand vorstellen, daß ein Ronaldinho oder Kaka nach Deutschland kämen. Die gehen nicht hierher. (...) Es ist halt Deutschland, es ist das Wetter, es sind atmosphärische Umstände".
Das ist zwar nicht unbedingt eine neue Erkenntnis. Schon vor 200 Jahren waren einem anderen Kaiser die atmosphärischen Umstände in Deutschland negativ aufgefallen. Aber angesichts des derzeitigen Standorthypes musste es einfach mal wieder gesagt werden.

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1 Comments:

Anonymous Rayson said...

Und man spricht hier kein Englisch. Shit happens...

6/5/06 02:37  

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